Fiat 500C

Auch fünf Jahre nach seinem Debüt läuft für den putzigen Fiat 500 alles rund: Platz drei in der Neuzulassungsstatistik seines Segments, frische Motoren, unzählige Individualisierungs-Möglichkeiten.

Beim Fiat 500 hat das Konzept Retrodesign eindeutig geklappt: Frauen lieben sein Kindchenschema-Gesicht, das gekonnt den Nuova Cinquecento von 1957 zitiert, und auch Männer finden den Kleinen irgendwie cool. Insbesondere, wenn vorn ein Abarth-Emblem prangt und hinten rauchiger Turbosound aus den Endrohren prasselt. Dass der 500 technisch auf dem Panda Classic basiert, jedoch weniger Platz und nur zwei Türen zu einem höheren Preis bietet – geschenkt, der Style-Faktor stimmt einfach, und der Konkurrent Mini ist nochmals deutlich teurer. In der Neuzulassungsstatistik rangiert der 500 mittlerweile auf dem dritten Platz hinter Smart Fortwo und VW Up!. Es läuft derzeit also alles rund, und so tat Fiat gut daran, das sonst nach drei bis vier Jahren übliche Facelift beim 500er einfach mal ausfallen zu lassen. Technisch trat jedoch kein Stillstand ein: 2009 hat Fiat dem 1,3-Liter-Diesel sowohl das Turboloch als auch das Rauchen abgewöhnt, im Herbst 2010 folgte der ebenso innovative wie technisch aufwendigere Zweizylinder TwinAir, von dem die Italiener weitere Leistungsstufen im Köcher haben.

 

Fiat 500C – Ausstattung und Design

Der klassischen geschlossenen Karosserie hat Fiat 2009 die offene Variante 500C zur Seite gestellt. Für den Mehrpreis von 2800 Euro gibt es ein elektrisches Stoffverdeck, das sich auf Knopfdruck auch während der Fahrt stufenlos öffnen lässt. Zunächst bleibt die Glasheckscheibe dabei an ihrem angestammten Platz, erst auf einem weiteren Tastendruck fällt diese schließlich um, und das Verdeck türmt sich in Falten auf dem Kofferraumdeckel. in diesem Aggregatszustand ist die Rücksicht im Innenspiegel gleich null – na ja, man hat ja noch zwei Außenspiegel. Doch echtes Cabriogefühl will sich nicht einstellen, denn die seitlichen Dachaufbauten bleiben stehen. Man sollte das 500er-Cabrio vielleicht eher als ein Auto mit riesigem Schiebedach sehen – schließlich bekommt man für den Aufpreis von 2800 Euro bei manch einem Premiumhersteller tatsächlich nur ein Schiebedach.

Das Platzangebot vorn und im Fond ist mit der Limousine identisch, das Kofferraumvolumen beim Fiat 500C jedoch noch etwas knapper. Zudem fällt das Beladen schwerer, da Gepäck durch eine kleine Luke bugsiert werden muss. Das 500er-Cabrio ermöglicht dem Fahrer eine recht hohe Sitzposition, die eine gute Übersicht ermöglicht. Die Sitze selbst sind bequem, könnten aber mehr Seitenführung gewähren. Das Lenkrad ist nur in der Höhe, nicht aber in der Weite einstellbar, der Schalthebel liegt griffgünstig nahe zum Volant. Leider muss man beim Fiat 500 den Tankdeckel immer noch separat mit dem Schlüssel öffnen.

 

Motoren und Technik

Sprechen wir über die Motoren des Fiat 500C:

1.2 8V
Das Fiat-Urgestein, basiert noch auf der FIRE-Motorengeneration der 1980er Jahre. Was überhaupt nicht schlimm ist, denn dieser Motor ist ausgereift und frei von Allüren. Beachtet man die Wechselintervalle des Zahnriemens, so steht langen Leben nichts im Wege, gerade weil er auf Turbolader und Vierventiltechnik verzichtet. Natürlich bietet er nicht den fülligen Drehmomentverlauf der aufgeladenen Triebwerke, doch für die kurzen Strecken des Alltags ist er ausreichend flott und angemessen sparsam.

0.9 TwinAir
Wesentlich mehr Kraft hat der aufgeladene Zweizylinder namens TwinAir. Eine sehr aufwendige Konstruktion, die auf eine Einlassnockenwelle verzichtet und die ansaugseitigen Ventile elektrohydraulisch und vollvariabel steuert. Das Laufverhalten dieses Aggregats ist etwas ruppig und unrund, insgesamt jedoch akzeptabel. Mit einem Druck auf die Eco-Taste lässt sich das Drehmoment auf 100 Newtonmeter drosseln, was den TwinAir noch sparsamer, aber auch recht zäh macht. Weitere Sparmaßnahme: das serienmäßige Stopp-Start-System.

1.4 16V
Zwei Zylinder, knapp 500 Kubikzentimeter und 15 PS mehr als der TwinAir – und viel weniger Kraft. Lustlos nölt die 100-PS-Version durchs Drehzahlband, erst bei 4250 Touren liegt das Drehmomentmaximum an.

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