Land Rover Defender

Der Defender ist das Urgestein der britischen Traditionsmarke. Seit 1948 wird der „Verteidiger“, so die wörtliche Übersetzung, nahezu unverändert gebaut. Das heißt: nicht ganz. Unter dem auf der ganzen Welt bekannten Blech gab es im Lauf der vergangenen 60 Jahre tatsächlich die eine oder andere Neuerung. Airbags oder gar ESP gehören übrigens nicht dazu.

 

Ausstattung und Design

Die Sicherheitsausstattung des Defender glänzt durch Abwesenheit. Einzig das Antiblockiersystem ABS ist zu haben – gegen Aufpreis, versteht sich. Elektrische Fensterheber kommen mit Radio, Heckwischer und Zentralverriegelung im „E“-Paket für 1.740 Euro. Eher bescheiden mutet der Aufpreis für beheizbare Frontscheibe und Sitzheizung vorn an: 590 Euro. Die Klimaanlage geht natürlich auch extra (1.690 Euro). Was jeder Defender hingegen serienmäßig im Überfluss liefert: souveräne Geländeeigenschaften jenseits von Gut und Böse. Zwei Radstände stehen zur Wahl. Es darf außerdem zwischen Soft- und Hardtop gewählt werden, die Grundpreise liegen zwischen 26.600 und 32.290 Euro. Das Design des Ur-Landys folgt der bekannten Kastenform, seit über 60 Jahren ein vertrautes Bild auf allen Straßen der Welt, vor allem aber auch abseits aller Straßen.

 

Motoren und Technik

Die Frage nach dem passenden Defender-Motor ist schnell geklärt: Es gibt nur einen. Der 122 PS-Diesel stammt aus dem Ford Transit und ist jetzt immerhin rußgefiltert, erfüllt sogar die Abgasnorm Euro 5. Trotzdem ist der Gelände-Oldie mit fast 300 Gramm Kohlendioxidausstoß pro Kilometer ein echter Dreckspatz geblieben. Auf der Habenseite steht dagegen die gigantische Anhängelast von 3,5 Tonnen. Die Zuladung beträgt bis zu überirdischen 1642 Kilogramm. Immerhin 145 km/h Spitze rennt der mit kaum nennenswertem Geradeauslauf gesegnete Land Rover jetzt, aber das ist ein theoretischer uninteressanter Wert. Die Bremsen sind von vorgestern, und auch der Verbrauch von mindestens zehn Litern Diesel auf 100 Kilometer ist alles andere als zeitgemäß. Der lange fünftürige Station Wagon bringt schon über zwei Tonnen Leergewicht auf die Waage. Der Luftwiderstandsbeiwert der kantigen Karosserie entspricht wohl dem eines Einfamilienhauses. All das führt zur Einstufung in die böseste Effizienzklasse G. Auch wenn der Landy bevorzugt im Grünen zu finden ist – ein Grüner ist er nicht. Aber eines der faszinierendsten Automobile auch in unserer Zeit.

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